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Vom Marchfeld nach Belgien, auf Wiedersehen Industrie

Niko & Felix · 21. Oktober 2026 · 37 Min.

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Worum es geht.

Niko und Felix nehmen die geplante Schließung des Ardo-Werks in Groß-Enzersdorf zum Anlass, über den Wirtschaftsstandort Österreich zu sprechen. Sie diskutieren die Folgen für Bauern im Marchfeld, die Verlagerung nach Belgien und politische Rettungsversuche. Danach geht es um Deindustrialisierung, das Reformpaket der Regierung sowie die Finanzierung des Gesundheitssystems und von Kassenstellen.

Redaktionell zusammengefasst aus der Folgenbeschreibung.

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Liebe Hörerinnen und Hörer,

diese Folge beginnt vor Felix’ Haustür. Groß-Enzersdorf kommt normalerweise nur dann in die Zeitung, wenn etwas schiefgeht, und diesmal geht es um das Ardo-Werk, aus dem ein großer Teil des Tiefkühlgemüses im Supermarkt stammt.

Der belgische Eigentümer will schließen, hat ein Rettungspaket von Bund und Land abgelehnt und will das Gelände offenbar auch nicht an einen möglichen Konkurrenten verkaufen. Künftig kommt das Gemüse aus Belgien, und Hunderte Bauern im Marchfeld, die ihre Produktion genau auf dieses Werk ausgerichtet haben, bleiben zurück.

Was dieser Fall über den Wirtschaftsstandort Österreich sagt?

Hier zieht kein Betrieb in ein Billiglohnland, sondern ein Unternehmen verlagert die Produktion in ein hochentwickeltes EU-Land und beliefert uns künftig von dort. Wir spielen durch, was passiert, wenn sich mittelständische Betriebe und Hidden Champions dieselbe Frage stellen.

Danach schwenken wir auf das Gesundheitssystem. Wir schauen auf den Herbst der Ergebnisse, auf Unibudgets und Arztstellen, auf Kassenplätze und den (Fach-)Ärztemangel. Dabei zeigt sich, wie direkt beides zusammenhängt, denn die Betriebe finanzieren mit ihren Steuern und Löhnen das System, das wir am Ende brauchen.

Ich bin gespannt, wie ihr das seht, und freue mich auf eure Kommentare.

Euer Niko

Kapitel:

00:00:00 Intro 00:01:29 Groß-Enzersdorf und die Geschichte des Werks 00:05:16 Warum Ardo schließt und was an 500 Betrieben hängt 00:06:28 Petition, Rettungspaket und das Nein von Ardo 00:12:50 Wifo gegen Subventionen 00:14:55 Vom Marchfeld nach Belgien: Warnsignal für den Standort 00:22:03 Deindustrialisierung 00:25:10 Herbst der Ergebnisse: Paketsteuer, Insolvenzfonds, Unibudget 00:30:36 Ärztemangel, Kassenplätze und wer das System finanziert 00:34:45 Zeiler gegen Marterbauer: Kuh füttern oder melken wichtiger?

Kapitel.

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  1. 0:00Intro
  2. 1:29Groß-Enzersdorf und die Geschichte des Werks
  3. 5:16Warum Ardo schließt und was an 500 Betrieben hängt
  4. 6:28Petition, Rettungspaket und das Nein von Ardo
  5. 12:50Wifo gegen Subventionen
  6. 14:55Vom Marchfeld nach Belgien: Warnsignal für den Standort
  7. 22:03Deindustrialisierung
  8. 25:10Herbst der Ergebnisse: Paketsteuer, Insolvenzfonds, Unibudget
  9. 30:36Ärztemangel, Kassenplätze und wer das System finanziert
  10. 34:45Zeiler gegen Marterbauer: Kuh füttern oder melken wichtiger?

Das Gespräch zum Lesen.

Automatisches, noch nicht redaktionell korrigiertes Transkript. Namen und einzelne Wörter können fehlerhaft sein. Die Zeitlinks führen ungefähr an die jeweilige Stelle.

0:00

Herzlich Willkommen zu dieser Folge von Nico und Felix. Wir diskutieren heute. Wir diskutieren heute darüber, wie sich die, wie sich der Einbruch in der Gemüseproduktion im Machfeld auf den gesamten Wirtschaftsstandort in Österreich auswirkt und ob das nicht das erste Zeichen sozusagen einer beginnenden Deindustrialisierung in Österreich handelt. Richtig, man. Anschließend machen wir einen interessanten Schwenk. Den ich so nicht erwartet hatte. Und was dann noch dazu geführt hat, dass die Folge etwas länger geworden ist, nämlich auf unser Gesundheitssystem. Und wir erklären, wie das beides zusammenhängt, also die wirtschaftliche Produktion, das, was die Bundesregierung im Herbst Ergebnisse zusammenbringt oder eben nicht zusammenbringt mit der Finanzierung von Gesundheitsausgaben, arztplätzen, facharztplätzen, Ordination, Ordinationszeiten et cetera zu tun hat.

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Wir stellen uns quasi der Fragestellung, welcher große Sozialdemokrat unserer Zeit recht hat, ob es Gerhard Seiler ist, der sagt, Wer die Kuh melken will, muss sie zuerst auch füttern und Markus Matterbauer, der die Gegenthese aufstellt, wenn man die Kuh nicht milkt, stirbt sie ja auch. Richtig schaut sie sich an und wir freuen uns auf euer Feedback. Viel Vergnügen. Darf ich dir erzählen, was bei mir daheim los ist, Nico? Sehr gerne. Schau, wenn Groß Enzersdorf einmal in der Zeitung ist, hätte ich mir erhofft, dass es ist, weil ich zur sympathischsten Glatze Österreichs gewählt wurde. Du brauchst nur ein bisschen hin. Leider Gottes, Leider Gottes ist es halt in der Regel so, wenn Groß Enzersdorf in der Zeitung ist, dann ist es, weil irgendeine Scheiße passiert ist.

1:56

Einmal ist, einmal ist in unserer denkmalgeschützte Stadtmauer ein Autobus der Wiener Linien gefahren. Einmal im Sommer gab es ja jetzt diesen riesigen, diesen riesigen Waldbrand da. In der in der Lobau ja, ja, also in der Regel sind es leider Gottes keine schönen Dinge, wenn groß Enzersdorf in der. Oder das mit dem Spargel war auch mal das mit dem Spargel, oder? Ja, dass ihr irgendwelche Menschen in sklavenwenigen Zuständen auf euren Spargelfeldern gehalten habt, also also nicht auf deinem, sondern. Das war eine Nachbarortschaft. OK, das war eine Nachbarortschaft, das waren nicht mehr wir.

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Und ja, in der Regel, wenn das wir können es so erweitern, wenn das mach Feld in der Zeitung ist, weil hier geht es jetzt auch genauer genommen ums Mach Feld, wenn das Mach Feld in der Zeitung ist, dann heißt nichts Gutes, außer es ist Erdbeerzeit. Aktueller Anlass ist das Adoberg in Groß Enzersdorf. Was ist das Adoberg? Lass mich die Rasse auch erklären. Das Eskimo iglo Eis, das kennen wir alle, so Jolly Tweeny die Geschichten. Die Firma Eskimo. Ich mag Eis wahnsinnig gerne möchte ich an der Stelle sagen. Dann wärst du wahrscheinlich sehr glücklich gewesen. In der in den Siebzigern und Achtzigern in Groß Enzersdorf zu wohnen, weil.

3:18

Die Firma Ardo hatte eben ein großes Tiefkühlwerk beziehungsweise damals war es noch die Firma Unilever oder die Firma Eskimo OK, die hatten ein großes Tiefkühlwerk in Groß Enzersdorf und da wurde unter anderem das Eskimo Eis gefertigt, cool und wenn du dich mit meiner Mama Unterhältst, die wird dir erzählen, wie sie jeden Sommer einen fixen Feraljob gehabt hat, weil man dort halt immer Leute gebraucht hat, die Eis verpacken, Eis schlichten, Free spont Arbeit machen, ja. Und da gab es dann sicher auch vielleicht das, was ich mitnehmen konnte. Vermutlich ja. Und es war auch damals noch nicht so streng mit der mit der Gehaltsabrechnung. Also man dürft wirklich, wirklich gut verdient haben. Super. Dieses Werk lange her, dieses Werk gibt es aber noch immer.

3:56

Ja, es ist mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommen, wer die Medien, wer die Medienberichterstattung mitverfolgt hat und Fotos gesehen hat oder Videos, wird das auch gesehen haben, die Firma Eschimo oder die Firma Unilever ist auch nicht mehr im Besitz dieser. Sondern eben die Firma ADO. Das ist ein, wenn ich es richtig, wenn ich richtig informiert bin, ein belgischer Produzent von Tiefkühlprodukten, die haben dieses Ding gekauft und produzieren jetzt dort das Tiefkühlgemüse im Supermarkt. Also wenn du oder einer unserer Zuseherinnen und Zuseher mal mit uns, mit mir in einem Supermarkt gewesen sind, dann werden sie gesehen haben, wie ich mit ganz großen Augen und ganz viel stolz vor der Tiefkühlabteilung stehe. Auf diverses Gemüse zeig und sag, schau, das ist für uns also das iglo Tiefkühlgemüse, wo dann draufsteht aus dem Machfeld, dass 80% des in Österreich

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verkauften Tiefkühlgemüses ausmacht, das kommt von dort, das kommt von dort und wird dort gefertigt. Jetzt ist es so, dass im August diesen Jahres aus dem nichts sozusagen die Firma ADO verkündet hat, sie werden jetzt dieses Werk schließen mit Jahresende. Also ich vermute mal um das jetzt nicht in relativ eingelesen zu haben, es liegt daran, dass die Lohnnebenkosten und viele, viele andere Faktoren rund um den Faktor Arbeit. In Österreich zu unattraktiv sind und sie deshalb abwandern wollen. Genau hinzu kommt, dass das Werk auch renovierungsbedürftig ist. Wir haben ja gerade drüber geredet, wie alt das Ding ist. Das heißt, das hätten auch noch hohe Investitionskosten. Es wären.

5:41

Investitionen in Millionenhöhe genau und betroffen sind jetzt rund 250 240 Arbeitsplätze. Und, und das ist das große Thema, 500 landwirtschaftliche Betriebe, die dorthin geliefert haben, waren im Wert von irgendwo um die 180 bis 200000000€ jedes Jahr, die auch teils neue Maschinen angeschafft haben und ihre Produktion sozusagen ganz an diesen Standort angepasst haben, schauen halt jetzt ein bisschen blöd, weil der Laden soll jetzt halt zusperren.

6:18

Ich hab irgendwo gehört, es gibt so eine Petition, dass man den Standort Erhalt an die Bundesregierung, oder? Es gibt eine Petition, die steht sogar heute im Kurier. Damit kommen wir zu unserem Zeitpunktsthema wieder und es gab auch ein Thema mit der Bundesregierung, aber 1 nach dem anderen, es gab dann mehrere Forderungen, dieses Ding irgendwie zu retten, es gab dann auch private Investoren. Die dieses Werk kaufen und weiterführen wollten. Ja okay und da ist dann die Firma ADO hat seine ganze Miese gedreht, sie haben gesagt, ja, sie schließen das Werk und sie transportieren alle Maschinen in andere Werke ab, aber ist Grundstück verkaufen mit dem Werk drauf, mit dem Lernen, das wollen sie. Nicht warum?

7:07

Ja, also politisch informierte behaupten. Dass man sich dann nicht an Konkurrenten hinsetzt, ja, ha ja, also so schlecht dürfte es dann auch nicht gelaufen sein. Es hat jetzt dann auch im vergangenen Jahr, tatsächlich war es gewinnbringend. Ja, du hast zwar immer noch einen Operating loss über die letzten Jahre, aber das letzte Geschäftsjahr dürfte wieder profitabel gewesen sein, ja. Das klingt nach, muss ich sagen, einem sehr sympathischen Management, ja. Marktkontrollieren marktkontrollieren es gibt jetzt dann jedenfalls einige.

7:44

Es waren dann einige Sachen, es ist auch wer es, wer sich noch erinnern kann daran, vor ein paar Jahren wurde die Zuckerrübenfabrik in oder die Zuckerfabrik in Leopoldsdorf, dass es bei Ortschaften weiter von der Agrana geschlossen, weil die Zuckerrübenproduktion oder die Zuckerproduktion aus Zuckerrüben einfach nicht mehr effektiv genug war und auch hier Rückstände waren und man dieses Werk modernisieren hätten müssen, und das hat sich nicht mehr ausgezahlt, ja. Also es gibt jetzt auch tatsächlich Überlegungen auf dem Grund dieses ehemaligen, dieser ehemaligen Zuckerfabrik zumindest übergangsweise eine neue Gemüseproduktion hinzustellen. Die Sache ist, die Bauern brauchen ungefähr 2 Jahre, dass sie sich, dass sie sich umstellen können, dass sie die Produktion sozusagen umstellen.

8:30

Ja, es geht nicht von halb auf. Morgen genau und 2 Jahre ist jetzt auch nicht die Welt, muss man sagen. Ja, also das ist für so einen Prozess, wo es um so viel Geld und nämlich auch um Existenzen geht, dass. Durchaus sage ich mal was vertretbares. Und jetzt kommen wir zu deinem Bonbon von der Bundesregierung, das Land Niederösterreich gemeinsam mit der österreichischen Bundesregierung wollte das Problem ja auch schon auf unserem Nacken sozusagen lösen, die. Heißt, wir zahlen Subventionen. Die haben der Firma ADO angeboten, eben dass man das Ding doch noch weiter betreiben sollte und dass sie bereit wären, da ein Notfallrettungspaket zu schnüren, dass das eben auch so um die 2 Jahre noch weiterlaufen kann.

9:10

Und die Firma ADO hat dann der Bundesregierung dieser Woche gesagt, ja danke, aber nein, danke wir, wir wollen nicht mehr in Österreich produzieren, wir wollen da eigentlich weg und wir lassen, wir lassen noch einen lokalen Vertrieb, dass dann unsere belgischen Erzeugnisse hier verkauft werden können, aber wir haben eigentlich kein Interesse mehr daran, unter diesen Bedingungen euer Gemüse, ich, ich, ich. Fass das jetzt mal zusammen, also sie bauen den Standort ab. Entlassen alle Mitarbeiter über einen Sozialband vermutlich mal, weil sie einen Betriebsstaat haben bei der Größe, dann wollen sie das Grundstück aber behalten, damit sie sich keinen Konkurrenten hinsetzen können und wollen dann anschließend die in einem EU Staat produzierten, also in Belgien produzierten Produkte hier lokal vertreiben. Genau.

9:59

Wow, ich, ich, ich. Das klingt wirklich nach einem super sympathischen Unternehmen, muss ich sagen, ist der. Perfekte Sturm und der Kurier hat uns heute den Gefallen getan und hat tatsächlich auch eine Titelgeschichte geschrieben. Da hat eine ehemalige AHS Lehrerin, die Frau Lubumerski mir ist sie leider nicht bekannt, ich weiß nicht, ob sie von uns aus der Region ist. Die hat eine Petition gestartet, rettet das Tiefkühlgemüse aus dem Machfeld und die hat tatsächlich schon 70000 Unterschriften. Ja, verstehe ich also. Es ist ja auch also kommunikativ, ja kommunikativ ist das Ding ja eine Goldgrube.

10:36

Da hängen 500 Bauern dran, quasi, das ist die Lebensader des Machfelds wenn du mit einem machfelder Bauern sprichst, der lebt davon, dass er die beliefert, es gibt dann die Spargelbauern, die Leben davon, dass sie. Dass Sie den Spargel zum zum Metro und sowas verkaufen. Ja und die Erdbeeren aber die, die ganzjährig bewirtschaften, die Leben davon, wir leben davon und das Ding, also man ist ja grundsätzlich auch davon ausgegangen, dass man da noch andere Sachen anbaut. Ich kenne dann einen, der hat jetzt dann angefangen, Edamame anzubauen, ja.

11:15

Weil die eben auch so ein. Produkt kann ich sehr empfehlen. Wenn die dort eben auch verarbeitet und verkauft werden hätten sollen. Und jetzt sagen die auf einmal ja nein, Schluss aus dem Aus ja, Mhm, also die eine Seite ist eben ist eben eine Firma, die sich halt wirklich wie ein absolutes kapitalistisches Arschloch verhält, muss ich jetzt als absolutes kapitalistisches Arschloch so sagen. Sollten nicht so viele Schimpfwörter sagen, wenn man das auch auf Youtube rausgeben? Ich meine, ist nicht so schlimm, die monetarisieren ja noch nicht. Ja, wir können es dann bliepen, wenn du möchtest. Ja, und ich werde. Gibt sogar kein e Programm, dass das kann.

11:50

Ich werde künftig davon Abstand nehmen, Fäkalsprache zu verwenden. Ja, man hat ja auch einen gewissen lokalen Bezirk, man hat ja auch eine gewisse Vorbildwirkung, meine meine neuen Studienkollegen sind ja auch mittlerweile Fans unseres Podcasts, die verfolgen das auch, ja, das. An der Stelle, Sie gehen raus, genau an der Stelle. Liebe liebe Grüße an die an die geschätzten Kolleginnen und Kollegen, schreibt es gerne einen Kommentar und dann lade ich euch auf einen auf einen Kaffee das nächste Mal im im Neubau ein. Gut, gehen wir das weiter durch. OK, es hängen sehr viele Bauern dran, ja das ist dann ist es auch verständlich, also der zuständige Landesrat ist da, der Bernkopf in Niederösterreich so ist es ist ist ja bis zu einem gewissen Grad auch verständlich, dass man dann in den Ansatz fahren will, wir werfen Geld drauf, damit man da eine entsprechende Lösung.

12:37

Filmt denn von Seiten der Landes und Bundesregierung gibt es Einschätzungen. Kommen die da drin vor von irgendwelchen Wirtschaftsforschern zu dem Thema? In diesem Artikel jetzt nicht, aber das Wifo hat bereits davor gewarnt, diesen Standort mit Subventionen zu retten. Also es ist absolut. Es war absolut nicht wirtschaftlich, das war sozusagen die die Gegenposition, wie das jetzt die Woche in den Medien waren, dass unsere Wirtschaftsforscher sehr stark davon abraten, so einen Standort, damit künstlich noch ein 2 Jahre am Leben zu halten. Ja, das das ist halt kein, kein Nichts langfristiges. Femas subventioniert, das heißt künstlich unterstützt. Genau, ja, dass das Macht auf Dauer natürlich wenig. Sinn, weil dann müssten wir gar nicht warten, um auf dein großartiges Gespräch mit dem

13:33

Michael Hammerl zu replizieren und zu sagen, da müssten wir nicht warten, ob dieser, ob dieser Fonds der Bundesregierung zur Rettung der Unternehmen sozusagen so viel Budget frisst, dass man die Lohnnebenkosten wieder erhöhen müsste. Vermutlich würde das ausreichen, um diese Lohnnebenkostenerhöhung wieder notwendig zu machen. Und das ist auch, sage ich einmal, die, wenn wenn man die Einseitigere, wirtschaftsfreundliche Berichterstattung zum Beispiel deines ehemaligen Arbeitgebers Agenda Austria zu diesem Thema konsultiert. Die Agenda Austria sagt nämlich, Liebe Bundesregierung, ihr seid ja wahnsinnig da, das.

14:14

Sagen die fast immer. Da wird eine wirtschaftliche Entscheidung getroffen von einem Unternehmen, die machen einen Standort zu und ihr wollt da unser Steuergeld drauf werfen. Seid ja eigentlich wahnsinnig, aber. Was die eben außen vor gelassen haben. Und deshalb habe ich es jetzt auch so eindringlich erwähnt, ist eben, dass die Firma ADO halt dann schon auch nicht daran interessiert ist, dass sich da ein anderes Unternehmen hineinsetzt das haben sie außer vorgelassen, aber. Es ist jetzt aus einer betriebswirtschaftlichen Sicht auch nachvollziehbar, volkswirtschaftlich im Sinne der Gesamtwirtschaft nicht unbedingt. Nicht unbedingt im Interesse der Region und der Bevölkerung und des Landes. Und damit kommen wir zu dem Hauptthema, sozusagen, was ich sehe, was hier gerade passiert.

14:57

Nikolaus, Wir haben einen Betrieb, der hat der produziert in Österreich, und der gehört zu einem Unternehmen, das im Europäischen Wirtschaftsraum ansässig ist und produziert und dieses Unternehmen im Europäischen Wirtschaftsraum sagt, Wir machen das jetzt nicht mehr in Österreich. Wir gehen damit jetzt nach Belgien, machen das dort und beliefern euch ab jetzt von dort. Die Grünketten erlauben es richtig und die Preise werden sich auch nicht großartig verändern und das ist leider Gottes und da haben deine ehemaligen Kollegen von der Agenda Austrias Herr Recht, ein katastrophales Zeugnis für den Wirtschaftsstandort Österreich, richtig, wenn Industriebetriebe abwandern, weil in einem anderen.

15:42

Hochentwickelten europäischen Land die Produktion einfach, wo es auch billiger. Ist wo die der Faktor Arbeit jetzt auch nicht gerade billig sein wird, aber offensichtlich die Gesamtrahmenbedingungen positiver sind als sie hierzulande sind, das ist jetzt nicht China, dass es jetzt nicht irgendwo im Übersee irgendwo in einem Land, wo es, sage ich mal so, keine Arbeitsrechte gibt. Oder aus Nordafrika, wo wir ja auch viele erzeugen. Genau in den kalten Jahreszeiten. Herbeziehen ja. Sondern das ist ein Teil der Europäischen Union. Sondern und jetzt auch nicht Rumänien, sage ich mal so genau, ja. Genau, es ist nicht eben das, das wäre ja irgendwo der logische oder das, was wir aktuell viel sehen, dass solche Produktionen in den Europäischen Osten oder in den EU Osten auch abwandern, weil dort die Lohnnebenkosten billiger sind, aber das ist ein hochentwickeltes Land, und ich glaube, das ist, was wir uns mitnehmen sollten, es ist halt jetzt wirklich feuerhaften Dach bei uns langsam mit unseren Lohnnebenkosten sehen, also wir

16:40

sehen jetzt gerade das. Was wir schon seit wir diesen Podcast machen, also wir haben ja angefangen mit dem Budget, wir haben nämlich wir haben weitergemacht mit der kalten Progression et cetera, das, was wir eigentlich die ganze Zeit wie einen roten Faden gebetsmühlenartig herunterbeten, sehen wir jetzt gerade zum ersten Mal live passieren. Wir verlieren in Österreich auch gegen die hochentwickelten Länder massiv an Konkurrenzfähigkeit und damit an Wertschöpfung, an Wohlstand. Die kommen aus Belgien. Oder? Ich glaube ja. Belgien ist jetzt auch nicht ein Land, das unbedingt dafür bekannt ist, das besonders stabile Regierungsverhältnisse hat. Macht es noch mal n bisschen tragischer, dass wir an die OK ist jetzt ein Beispiel, Luther, vielen gibt es genau andere, dass wir gerade dorthin was verlieren. Ja, also offensichtlich können sogar die aktuell besser als wir oder unsere Bundesregierung.

17:36

Genau. Genau. Und ich sagte, was für Österreich ist das insofern brutal, weil worüber wir uns immer sozusagen unser Standing erarbeitet haben, also nach nach der nach der Neutralität ja einen Arm kalten Krieg, wie wir dann Teil dieses dieses demokratischen Westens und der europäischen Wirtschaftsordnung wurden. War das Thema Qualität und das kam insbesondere aus der Landwirtschaft. Wenn du mit dem Franz Fischler redest darüber wie das war, während der EU Beitrittsverhandlungen die österreichischen Bauern haben das ja damals gefürchtet, die werden, der Markt wird mit billigeren Erzeugnissen aus Deutschland, aus Polen von überall überschwemmt werden, in Polen damals noch nicht, aber aus Deutschland, Frankreich, Italien, die. Die können, die haben alle viel mehr Flächen, das sind viel größere Bauern, wir haben ja so kleinbäuerliche Strukturen überall, die werden nicht mehr konkurrenzfähig sein, und daraus kam dann das Bio Thema, ja, dass

18:35

wir in Österreich uns so stark auf dieses Bio gute Herkunft et cetera gestützt. Haben Karl produziert. Genau. Und haben wir. Gütesiegel und was alles aus der einhergeht er. Offensichtlich ist ist der Zug jetzt abgefahren und das ohne uns Mhm und was das für uns bedeutet, ja. Ich habe gerade Deutschland angesprochen. Wir sind nicht der einzige deutschsprachige Binnenmarkt in Europa. Die größte Sprachgruppe in der Europäischen Union sind die Deutschsprecher, richtig, ja.

19:12

Ausgewählte Fundstelle · ca. 19:12

Also als Erstsprache, ja. Als Erstsprache ja. Jedes Unternehmen, das in Österreich. Also das ist jetzt ein absurdes Beispiel, weil in Deutschland hörst du ja auch, die Standardbedingungen sind so schlecht und sie wandern ein anderes Land ab. Ja, aber was ich als nächstes kommen sehen werde, ist, dass ein Unternehmen sich mal überlegt, zum einen logischerweise gehe ich in Osten, da haben wir ja auch, sage ich mal, immer eine gewisse Nähe, also in der Slowakei, in Tschechien kannst du um einiges attraktiver ein Unternehmen aufbauen, aktuell schon, und die freuen sich, wenn du aus Österreich hinkommst. Sie sprechen auch Deutsch mit dir. Und dann?

19:52

Ich sehe halt jetzt hier dann auch eine Mögliche, eine mögliche Forenkündigung dessen, dass du auch in einem Hochtechnologie oder einem hochentwickelten Sektor, also Agrar aktivkühl Agrarzeugnis ist jetzt nicht der hoch, der Hochsektor ja, aber. Wenn wir in dem Sektor schon nicht mithalten können, dann in den hochkomplexen werde ich mir auch überlegen, ob ich als Hidden Champion Österreich ist. Das Land der Hidden Champions möchte ich hier wirklich bleiben, gibt es hier nur. Noch genug aber wie lange noch? Ja oder immer so weitermachen? Genau, also ich, als ich als Hidden Champion, ich weiß nicht, ein mittelständischer Betrieb mit 15 Mitarbeitern und 40000000 Umsatz, das gibt es ja.

20:29

Auch größere aber. Ja, ja, einfach ein plakatives Beispiel. Was was ist das ja so einer. Haben ja logischerweise ein hidden Champion, der Weltmarktführer in der Erzeugnis irgendeines hochspezialisierten, spezialisierten teils. Ist haben sie 102 100 oder? Irgendwas habe ich nur 40 40000000 Umsatz der wahrscheinlich 40000000 Gewinne mehr. Der wird sich dann auch auf kurz oder lang überlegen. Möchte ich mit diesen Lohnnebenkosten weiter in Österreich sein, in Österreich produzieren oder gehe ich vielleicht lieber ins Ausland und dann ist Deutschland auch attraktiver? Also ich sehe wie wir gerade mehr oder weniger unseren unsere Gehsteige einrollen können und uns von unserer Industrialisierung verabschieden. Ja, vor allem die. Du hast gerade ein gutes Beispiel gebracht, so ein Mittelständler, sag ich mal da, da ist der große Vorteil, das sind mehrgenerationen, das sind dann auch, sag ich mal, die das, was man unter einen starken Local bice haben, weil OK, die Sitzen hier, sind hier aufgewachsen, ihre kompletten Strukturen sind da ja an großen ihres Absatz, machen es vielleicht draußen, die werden nicht von heute auf morgen

21:25

hergehen, alle ihre Zelte her abbrechen, ins Ausland abwandern, oder das müssen sie nicht, sie können ja hergehen und sag ich mal ein. Ein ein, ein Produktionszentrum, irgendwo in was weiß ich und Ostdeutschland bauen oder in irgendeinem anderen Teil halt Deutschlands oder in anderen Teil der EU ne wo es attraktivere Rahmenbedingungen gibt und dann gehen wir mal weiter, gehen wir mal 10 Jahre weiter, dann machen Sie den nächsten Step und step by step by step. Ja vielleicht ist das Headquarter noch hier, vielleicht zahlen Sie ihre Steuer noch hier auf einmal sitzen halt statt 200 Mitarbeitern auf einmal noch mal 40 Mitarbeiter in dem Headquarter. Um das Ganze auf eine politische Aussage zuzuspitzen, Lena Schilling, Herzlichen Glückwunsch. Du hast es geschafft.

22:06

Fridays for Future hat mit Unterstützung der Sonderwirtschaftszone der AFD in Sachsen Anhalt es geschafft, Österreich zu. Deindustrialisieren Sonderwirtschaftszone in Sachsen Anhalt Woher kommt die Aussage, das musst du mich jetzt noch mal abholen? Das haben Sie doch einmal, das haben Sie doch einmal überlegt, dass sie da. Irgendwelche sonderzonen machen wollen, um Betriebsansiedlungen dort zu fördern, das war, glaube ich, eine eine Idee von Herrn Sigmund im Wahlkampf, OK. Ja, ja, ja, das müssen Sie mal zusammenbringen da drüben aber bin ich eh gespannt, was soll ich da schaffen?

22:42

Wir, wir Österreicher, haben ja bei Gott weniger Berührungsängste mit so mit rechts als die Deutschen insofern. Wir haben eine andere politische Kultur als da. Also ja, das ist wichtig, das ist wichtig. Das ist wahr. Na, aber ich glaub man kann eh, wenn man sich die aktuelle Stimmungslage anschaut ganz gut erkennen. Das sind 2 treibende Faktoren, die einen großen Teil der österreichischen Bevölkerung aktuell Richtung Recht Brand Richtung FPÖ tendieren lassen. Ja und das ist einerseits der wirtschaftliche Faktor, den du gerade beschrieben hast und das andere ist das große Thema Migration natürlich, das sind die beiden Haupttreiber, die. Menschen dazu motivieren, sich in der Mitte oder in der ehemals breiten Mitte nicht mehr abgeholt zu werden haben. Wobei wir mit dieser Wirtschaftspolitik auch das Thema der Migration lösen.

23:38

Ja stimmt, wir brauchen ja keine Arbeitsplätze mehr. Na ja, doch, wir brauchen Sie schon noch, weil irgendwer muss, die ganzen alten Leute pflegen. Das ist richtig. Ja, da haben wir noch, die haben wir noch kein Geld, haben wir nur kein Geld mehr, um diese ganzen alten Leute dann pflegen zu lassen von diesen Leuten. Weil selbst das wird sich nicht mehr ausgehen. Also können wir die dann nur mal nach Bangkok und und nach Polen oder sonst wo absiedeln ah Polen wird aber auch zu teuer sein, schon in 10 Jahren eher also wird es Bangkok. Werden ich mein du, du sprichst da jetzt auch ein elegantes Thema an, in das ich mich jetzt leider nicht eingearbeitet habe und mir deshalb schwer tue, darüber zu reden. Vielleicht hast du es ein bisschen mitbekommen, die die Bundesregierung kürzt.

24:21

Den Universitäten Gelder und jetzt müssen. Jetzt muss die Medizinuni im AKH stellen einsparen. 200 200 Arztstellen sind wohl irgendwie betroffen. Ja, da habe ich eine Meinung dazu. Wie drücke ich das jetzt nicht aus, das sollte man nicht überbewerten. Okay. Krusser, sag ich mal. Krus geht raus an den an den Doktor huper. Gut also das das ist einmal, das ist einmal eher, das ist einmal eher PR als als dass es tatsächlich passieren wird. Man sollte nicht wieder bewerten, was da an Zahlen rausgehauen wird.

25:04

Okay. Abschließend vielleicht noch um um zu schauen, was sich sonst so in der Zeitung tut heute. Also wir sind am Samstag wieder, wenn wir das aufnehmen, also eventuell wisst ihr am Mittwoch dann schon mehr geschätzte Zuhörerinnen und Zuhörer, zuseherinnen und Zuseher. Die Bundesregierung trifft sich heute im Kanzleramt zu einem nicht Krisengipfel, sondern regierungsgipfel. Und es geht wohl um diesen Herbst der Ergebnisse. Haha. Na hi. Haha. Es geht um den Herbst, Ergebnisse lustig und dann geht's nicht.

25:41

Richtig, man kann gerne den Podcast mit Michael Hammel nachhören. Interessanterweise kommt der Artikel, über den ich gerade spreche, auch von besagten Michael Hammerl und er sagt das auch. Er sagt das hier auch darin sehr gut der Herbst Ergebnisse und wir haben jetzt Mitte Oktober und was haben wir vorzuweisen, na ja, ein ein Personalpaket der der SPÖ richtig und die ÖVP und die NEOS möchten gerne die vor jetzt mittlerweile 15 Tagen eingeführte Paketsteuer wieder abschaffen. Richtig. Und wie er das in meinem Podcast gut ausgeführt hat, das ist halt kommunikativ ein absoluter Schuss ins Knie. Wenn du eine Maßnahme, die du selbst mit umgesetzt hast, jetzt im Anschluss wieder abdrehen möchtest aus Verhandlungstaktik. Also du baust Druck auf, ja, und das öffentlich zu machen ist halt extrem ungeschickt, weil du du schädigst dich. Ja, das verschafft dir

26:38

vielleicht taktisch kurzfristig einen Vorteil, aber es schädigt dich langfristig strategisch. Das ist ja, und das ist ja nicht ein Einzelfallbeispiel, das kannst du dir ja anschauen über alle möglichen Reformen hinweg, von der Wehrdienstreform, die sie nicht zusammenbekommen aktuell, was ich so höre von. Um die geht es übrigens heute auch. Ja, das wird also. Auch der Insolvenzfonds, von dem wir schon gesprochen haben. Ist hier ja ja und es es gibt. Man könnte hunderte andere Maßnahmen aufzählen, die Pflege, Gesundheit darf ich ganz. Kurz darf ich ganz kurz, weil ich hier eine Zahl gerade sehe. Es geht wohl in diesem Insolvenzfonds um eine Finanzierungslücke von rund 160000000€ der Gewinnentfall dieser landwirtschaftlichen Betriebe, von denen ich gesprochen hab, das sind 180000000,00€ irgendwo in der Größenordnung.

27:28

Also man kann dieses Loch gleich verdoppeln. Ja, also das ist was, was was was der Michael sehr gut gesagt hat im Podcast, was ich jetzt sozusagen auch gerne unterstreichen möchte, es ist einfach dieser fehlende Plan, es ist einfach dieses dieses Wurst drin, dieses Ringen um sozusagen, was man hier tun soll, das normalerweise sieht man, das sage ich einmal, in einer Legislaturperiode in den Jahren 4 und 5 ja. Wenn ja, ganz am Ende, dort, wo es da alle Versprechen raus ist. Aber ich schau, es ist ja, wenn es, wenn du dir anschaust, was in den Sommergesprächen, ob die jetzt auch immer von der Zuschauerzahl jetzt auch nicht überbewerten sollte, aber das was in den Sommergesprächen angekündigt wurde an Maßnahmen, das waren ja alles Maßnahmen, die noch nicht fertig waren, also die waren nicht fertig ausfallen, das waren Ankündigungen, das wäre ja früher, früher heißt in Regierung kurz 1 und 2 sag ich

28:26

jetzt mal. Nie der Fall gewesen. Also man kann über diese Regierung sagen was man möchte, aber zumindest haben die Parteien in dieser Regierung und ihre Verantwortlichen in diesen Regierungen es verstanden. Dass man nicht hergeht und etwas ankündigt, was man mit dem Koalitionspartner sich noch nicht ausgemacht hat, sondern was man tun sollte, ist, man diskutiert sich 34 wahre Förmchen aus, dann setzt man den Herrn Vizekanzler und den Kanzler in diese Sendungen. Das sind dann normalerweise eh die Obleute der jeweiligen Parteien, und der darf dann sein, sein Leuchtturm da raushauen und der andere darf das Leuchtturm da raushauen, und dann haben Sie gute Meldungen und alle sind happy und können das dann einem.

29:07

Nächsten Ministerrat im was September werden beschließen und dann wow cool seid alle happy. Ja so so sollte man es machen. Ums Zukunftsdepot, das ja ein ein Produkt dieses dieses Sommers gewesen ist, wie du es gerade angesprochen hast soll es muss auch gehen dieses Wochenende, auch das Uni Budget aber ist das sind, das sind großartig, das sind orgelzahlen. Die Universitätenkonferenz fordert für 3 für die dreijahresepiso Periode 2028 bis 2030 ein Budget von 18 Milliarden Euro, wobei nur 15,5 Milliarden vorgesehen sind. Also da fehlt eine Milliarde im Jahr.

29:52

Ja, lassen wir aber da paar Studiengänge einspannen. Nur bitte nicht nur bitte nicht die die Mediziner. Ja, aber da bei dir ist sehr privates, oder? Das wäre. Jetzt nicht von mir. Ich spreche jetzt nicht von mir, ich finanziere mich schon mit der Podcast Money, die wir hier machen werden irgendwann und komme über das Studium, aber also das das wäre halt noch der Supergau. Weißt du in dieser dieser Bundesregierung. Wenn sie jetzt, nachdem sie nachdem sie dann nichts hinbringen, wenn sie dann auch noch im gröbsten Ärztemangel, den wir haben aktuell.

30:32

Wachärztemangel. Ja, es dann noch schaffen würden, 200 Medizinerstellen abzubauen. Das wäre dann quasi der also der Andreas Pabler, der Andreas Pabler ist angetreten mit der großen Forderung. Arzttermine für alle binnen 10 Tagen oder so oder binnen 14 Tagen. Und er hätte es dann geschafft, sozusagen einen diesen Engpass noch weiter zu verschlimmern. Na ja, das Problem bei den bei der bei den Ärzten ist ja eher ein, wie ich gerade gesagt hab, dass mehr Ausbildungsplätze fehlen bei gewissen Facharztbereichen oder dass zu wenige Leute in gewisse Facharztbereiche rein wollen.

31:10

Und es deshalb einen Mangel gibt. Man muss anmerken, an der Stelle der Nicolas Hutter musste in seinem Leben noch nie sich um einen Hausarzttermin bemühen. Das kann auch ziemlich scheiße sein aktuell. Also Entschuldigung, ich sollte ja keine Vegansprache mehr verwenden, es kann ziemlich schwer sein. Aktuell und schon. Im städtischen Bereich Hausarzttermine zu bekommen. Ich habe mich schon bemühen müssen, da habe ich feststellen müssen, wie unfähig zum Beispiel das Hilfspersonal dort ist. Also die Ärzte, die ich hatte, die Allgemeinmediziner waren alle hochkompetente Leute, deren Hilfspersonal, sei es in der Terminvereinbarung und allen anderen Sachen, waren aber eher unfähig und da hab ich feststellen müssen, was dazu geführt hat, dass man sich dann halt mit den Ärzten direkt ausmachen sollte und die muss man halt kennen. Ja ja den Vorteil hab ich und dafür werd ich mich sicher. Sicher nicht schämen und das nutzt auch jeder andere, sage ich mal so, der diesen Vorteil hat, aber wo wo ich bei diesen Ordinationen tatsächlich das

32:05

größere Problem sehe ist, während, dass es zu wenige gibt, auch, dass das Hilfspersonal dort halt ein massivster Mangel ist und die Ärzte die nicht gescheide bekommen. Ja, das ist richtig, aber das liegt halt auch daran. Dass von den Kassen nicht genug oder dass die, dass die, dass die Termine halt nicht da sind, die von den Kassen finanziert sind, und das ist die große Forderung gewesen vom Andreas Pabler, dass man dann über die, über die neben den Kassenplätzen auch ein Kontingent von den Wahlarztplätzen über diesen Kassenvertrag abrechnen sollte, sozusagen. Er wollte ja Ärzte dazu zwingen. Mehr Termine anzubieten, weil die Kassentermine zu wenig sind, das ist, das ist de facto richtig, dass man zu wenig kassentermine hat oder dass dass es dafür, dass es dafür zu wenig Budget geben dürfte, die Ausgestaltung war damals schon fragwürdig und wenn du es jetzt

33:01

noch schaffst, sozusagen noch weitere Plätze zu vernichten, um dann sozusagen auf die niedergelassenen Ärzte. Noch mehr Patientenlast drauf zu drücken, dann hast du halt den Jackpot. Mhm, also. Ja, wie gesagt, wie ich schon erwähnt hab, es wird in keinem Bereich jetzt von heute auf morgen besser werden. Ja und man kann ich glaub an das, daran kann man die was wir hier beschreiben recht gut an an dieser Folge auch festmachen, alles steht halt in direkter Wechselwirkung zueinander, weil ich sage mal die Betriebe die hier sitzen finanzieren mit ihren Steuern zu einem erheblichen Teil und zwar zum.

33:39

Zu einem wesentlich erheblichen Teil und auch mit den Löhnen, den sie zahlen, und den Einkommenssteuern, die davon herum davon wegfließen, dieses System genau mit mit, mit all seinen Vorteilen. Also es ist ja insgesamt, auch wenn es Probleme gibt, ein sehr, sehr gutes System, man muss nur in unserem Nachbarland Deutschland blicken, das sind die Probleme noch einmal ganz, ganz andere, genauso wesentlich kräftiger, aber ja, wenn wenn du also. Man muss, jeder muss sich halt klar sein, das eine wird. Nie, wird nie funktionieren oder das andere.

34:16

Und da das eine, der der medizinische, also der der Gesundheitssektor ist in seiner Finanzierung massiv abhängig von der von der öffentlichen Hand sei es sei es jetzt durch Selbstverwaltungskörper oder direkte Zuwendungen aus dem Staatsbudget, aber dieses Staatsbudget speist sich halt aus wirtschaftlichen Betrieben ja zu einem erheblichen Teil, und wenn die abwandern. Wird sich's zwangsläufig auch auf diesen per Sektor auswirken? Genau so ist es. Und um jetzt dann noch einmal auf die Wirtschaftskompetenz vom zukünftigen SPÖ Chef und Vizekanzler, der jetzt Finanzminister ist, zurückzukommen.

34:55

Ich habe Zitate sozusagen von von 2 von 2 seinem Spektrum angehörenden und dann seine Replik darauf, also. Kennedy dürfte ja gesagt haben, jetzt die Economy, Stupid, Clinton, entschuldigung, da sind wir mal wieder. Wird lustig, wenn wir dann welcher war denn wer hat das gesagt Alter peinlich es wird lustig wenn wir dann wenn wir dann über die über die Mid Times sprechen werden, vielleicht sollte man wirklich statt über die Mid Times über GTA 6 dann reden an der Stelle. Ja, das habe ich nicht gespielt. Dann werde ich eher. Es es war der es war, der Bill Clinton übrigens, glaube ich, hat gesagt jetzt die Economy, stupid, Gerhard Seiler. Hat dann hat dann im Zip 2 Interview gesagt, man muss die, man muss die Kuh auch einmal füttern, genau anstatt sie nur zu melken.

35:44

Und was war die Replik von Markus Materbauer dazu? Naja, man muss die Kuh auch melken, sonst stirbt sie ja Nico. Wir haben uns so gut unterhalten, uns ist der Festplattenspeicher ausgegangen, es war eine großartige Folge, es hat mir viel Spaß gemacht mit dir die Wirtschaft in Österreich so auseinander zu nehmen und. Und ich wünsche all unseren Zuseherinnen und Zusehern, Zuhörerinnen und Zuhörern viel Spaß dabei, wenn sie diese Folge am Mittwoch in der Früh verstimmt sehen werden und dann ein kleines bisschen besser drauf sind.

36:19

Ja, also ich hoffe, dass sie dann besser drauf sind, wenn man sich alles anhört, könnte man dann auch, je nachdem was einem gerade gefällt auch schlechter drauf sein, aber ich freue mich auf euer Feedback, auf jeden Fall auf bald. Und ich freue mich darauf, euch alle auf einen Kaffee einzuladen. Tschüss.

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